Die Lernphasen des Gefühlsklärers Teil 5 - Die Gefühle und Verbindung zulassen

Lieber Herzmensch, während du dir deine Selbstliebe & Lebensfreude aufgebaut hast und konsequent bei dir hinter deinen dich schützenden Grenzen geblieben bist, ging und geht dein Kopfmensch durch die Trümmer seiner eigenen Schutzmauern. An den Blogpost Die Lernphasen des Gefühlsklärers Teil 4.2 - Abbau seiner Schutzmauer anschließend, möchte ich dir in diesem Beitrag heute einen Einblick geben, wie der Gefühlsklärer mehr und mehr zur Klärung mit dir kommt rückt und die tolle Verbindung leben möchte!

Entgegen deiner Lebenslage - voll Freude, Leichtigkeit und Lebensfreude - geht es dem Kopfmenschen in dieser Phase nach wie vor sehr schlecht. Er räumt innerlich wie äußerlich noch immer auf, verändert und regelt seine Lebensumstände, versteht seine Gefühle immer besser. Er löst alte Traumata, heilt Verletzungen - taucht immer und immer wieder in seine Innenwelt ab und reflektiert (was früher partout nicht ging). Er leistet das alles in Eigenregie, liest viel oder holt sich eventuell Unterstützung durch einen Therapeuten.

Das Verändern seiner Lebensumstände beinhaltet auch das Verändern seiner Werte: Seine Emotionen und das Ausleben von Gefühlen hat einen großen Anteil in seinem Leben gewonnen. Die Finanzen, Erfolg und Außendarstellung sind nicht mehr so wichtig, wie sie es mal waren. Er hat Erfahrungen gesammelt, die ihm gezeigt haben, dass seine Masken und Rollen sein Herz nicht mehr füllen. Dass das Ungleichgewicht zwischen Herz und Kopf zu so viel Energieeinbußen geführt hat, dass es ihm seinen Job oder Freunde gekostet hat oder er sich bewusst von alten Lebensumständen getrennt hat. Auch die Trennung einer bestehenden Partnerin steht in dieser Lernphase für ihn an. Er ist nicht mehr bereit, die Forderungen seiner Umwelt zu erfüllen und nur zu funktionieren. Er hat auch keine Kraft mehr dafür.

Gleichzeitig kommt er immer mehr zu der Erkenntnis, dass er in die falsche Richtung seines Lebens lebt und kämpft. Er rückt immer näher an ein Burn Out (aber keine Sorge, es wird eher nicht zu einem diagnostiziertem Burn Out kommen).

Er weiß, dass er noch etwas mehr in seinem Leben ändern muss, um wieder Freude im Leben zu haben. Sein Leidensdruck ist nun so groß, dass er für Veränderungen bereit ist, die er vielleicht früher strikt abgelehnt hat. Er ist jetzt offener für Einsichten und Handlungen, die er bis dato vielleicht sogar verleugnet hat. 

So wie du bei deinen gesunden Grenzen bleibst und nicht mehr für frühere Verhaltensmuster und Situationen verhandelbar bist, geht der Gefühlsklärer in dieser Phase immer weiter in die Vergangenheit: Er lässt alle Gespräche und Erlebnisse mit dir Revue passieren. Er analysiert, denkt sie wieder und wieder durch. Mit jedem Mal stößt er auf seine eigenen Reaktionen, stellt sie in Frage. Er denkst ständig an dich, vermisst dich weiterhin jeden Tag mehr. Er bemerkt, welche Verletzungen er dir wohl zugefügt hat, wie es sich angefühlt haben muss, als er dich (immer wieder) abgewiesen hat. Er realisiert immer mehr und mehr, dass du letztlich keine andere Wahl hattest, als dich von ihm zu entfernen. Er selbst hätte sich viele seiner eigenen Reaktionen dir gegenüber nie gefallen lassen, das weiß er. Diese Erkenntnisse gehen damit einher, dass er am Liebsten die Zeit zurückdrehen würde. Sein schlechtes Gewissen wächst, er fühlt sich dir gegenüber klein und unwürdig.

Du siehst, dass der große Showdown, dass er als Version 2.0 und gewandelter Mensch auf dich zukommt, an dieser Stelle noch keinem Märchen-Ende gleichen wird. Es wird nicht der aufrecht sitzende Prinz auf dem weißen Pferd sein, der dich galoppierend zurückerobert.

Er wird seine letzten Kräfte und Mut sammeln, um dir verletzlich und von Liebeskummer geprägt gegenüber zu stehen.

Durch diese Erkenntnisse und die Öffnung seines Herzens, hat er jetzt umso mehr Angst, dich komplett vergrault und verloren zu haben. Gleichzeitig hat er auch Angst, dir wieder näher zu kommen. Du könntest ihn nicht mehr haben wollen, denn das hast du ihm in den letzten Wochen und Monaten deutlich gezeigt. Seine innere Wandlung kennst du noch nicht. 

Er wälzt Ängste und viele Gedanken hin und her... Hast du einen neuen Partner an deiner Seite, bist glücklich? Gibt es noch Hoffnung für euch beide? Was kann er tun, damit du ihn anhörst? Wo findet er dich? Was soll er dir erzählen, wie soll er es tun?

Er spielt auch immer wieder durch, wie sich eine Beziehung mit dir anfühlen würde, wie würdet ihr leben. Er malt es in allen Farben und mit all seinen Wünschen aus. Aber hat er überhaupt noch eine Chance auf eine Beziehung mit dir? 

Von seinem Kopf erhält er aber keine Antworten darauf. Es bleibt ihm nur ein Weg: Der Weg zu dir. Dagegen hat sein Kopf keine Argumente mehr. Aber sein Herz: Wenn er Antworten auf eine mögliche Zukunft mit dir erhalten möchte, muss er sein Herz dir gegenüber offenbaren. Koste es, was es wolle. Er weiß - aus seinem tiefsten Herzen - dass er bereit ist, jetzt alles dafür zu tun, um mit dir eine neue Chance zu bekommen. Er wird mit jedem Tag mehr bereit dafür, um dich zu kämpfen, dich zurück zu erobern!

Er sieht nun keinen anderen Ausweg mehr, als sich nun seiner allergrößten Angst zu stellen, sein größtes Risiko eingehen, dem er einen großen Teil seines Lebens aus dem Weg ging: Er muss sich dir öffnen, dir seine wahren Gefühle, seine großen Gefühle für dich und seine Seele offenbaren, all seine weichen Seiten und hoffen, dass du ihn nicht ablehnst. Denn das ist weiterhin, neben der Verlustangst, seine größte Angst: Verletzt und abgelehnt zu werden, von dem Menschen, den er am Meisten liebt und von sich fern gehalten hat, um genau diese vermeintlichen Verletzung zu verhindern.

Nur so wird er wieder Luft und Orientierung in seinem Leben finden. Die Orientierung zu dir, um hoffentlich mit dir gemeinsam, diese wunderbare Liebe leben zu können.

Wenn er so weit ist, wird er sich auf dem Weg zu dir machen. Ganz gleich, wo auf der Welt du dich befindest...

 

Weißt du, was er an dieser Stelle von dir braucht? Wie du ihm begegnen solltest, damit nun das Happy Begining eintreten kann, das ihr beide verdient?

 

Alles Liebe!

Deine Caro 💕

Hier findest du noch einmal die Links zu vorherigen Blog-Posts dieser Serie:


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Kommentare: 4
  • #4

    Sabine (Donnerstag, 17 September 2020 12:31)

    Hallo liebe Caro,

    ich schließe mich Esthers Wunsch an: Es würde mich auch interessieren, wie es sein kann, dass man sich zunehmend ein gemeinsames "wir" gar nicht mehr vorstellen kann, sondern sich vielmehr immer häufiger fragt, wie es passieren konnte, dass man sich so lange mit einer solch untragbaren Situation gequält hat und so viele Warnsignale, die es ja durchaus in Hülle und Fülle gegeben hat, gar nicht wahrnehmen konnte oder wahrhaben wollte.

    Es ist zwar nicht so, dass er mir als Mensch unangenehm geworden wäre, die Liebe ist immer noch da, wenn ich dann mal an ihn denke - und verziehen hab ich ihm ohnehin längst alles, was so vorgefallen ist. Es ist einfach nicht mehr wirklich wichtig in mir. Es ist Vergangenheit, Erinnerung und gehört zu meinem Leben wie so vieles andere auch.

    Gelegentlich gibt es zwar schon noch Situationen, in denen Übertragungen sowohl emotionaler als auch körperlicher Natur ankommen, die teilweise aber nicht immer sehr negativ besetzt sind, doch es wirkt eigentlich nur mehr wie ein müdes Anklopfen und ist rasch wieder verschwunden, wenn ich es erkenne. Ich spüre ihn, doch es schmerzt nicht mehr. Es ist einfach, mehr nicht.

    Ein "gemeinsames wir" kann ich mir unter den gegebenen Umständen jedoch auch wie Esther überhaupt nicht mehr vorstellen. Seine vielen manipulativen Spielchen hab ich nach vielen tränenreichen Jahren langsam doch erkannt und er wird zunehmend uninteressant für mich und für mein Leben.

    Unsere Wege scheinen sich endlich anständig getrennt zu haben. Und allein eine zarte Idee in diese Richtung wäre vor kurzem noch vollkommen undenkbar und mit vielen Tränen verbunden gewesen!

    Alles Liebe euch allen und für all jene, die noch voller Trauer sind: Glaubt mir, es wird besser. Mit jedem Tag ein kleines Stück! Gebt nur nicht auf.

  • #3

    Esther (Mittwoch, 16 September 2020 13:07)

    Hallo liebe Caro,
    auch ich finde diesen Text wundervoll und einfühlsam geschrieben !!!
    Bei mir geschieht jedoch etwas Seltsames, nach bald 15 Jahren DS Thematik und fast 7 Jahren keinen Kontakt,
    (also Abbruch auf allen Ebenen und auch keiner Möglichkeit mich zu finden )
    Könnte ich mir in keinster Weise mehr ein "Gemeinsam" vorstellen...mein Leben ist nun vollkommen und schön,
    es passt in allen Bereichen, klar musste ich sehr hart an mir arbeiten und geschenkt wurde mir dieser optimale Zustand gewiss nicht !
    Aber wieso kann ich keine positiven bzw. neutralen Gefühle für meine DS empfinden...
    er ist mir in seiner Art und seinem Wesen mehr als unangenehm geworden...
    es ist sogar so, dass ich mich selbst nicht mehr verstehe, was mich all die Jahre regelrecht zwanghaft an ihn band !Vielleicht gibt es dazu mal einen Bericht liebe Caro ;-)
    Ganz herzliche Grüße und mach weiter so <3

  • #2

    Katrin Liebisch (Samstag, 12 September 2020 07:18)

    Wundervoll geschrieben

  • #1

    Melly (Donnerstag, 10 September 2020 21:49)

    Kürzlich ist er mir begegnet. Naja zumindest nimmt er schon mal lieber Fahrrad als Auto. Versuche ihn zu ignorieren. Nicht weil es mir weh tut ihn zu sehen oder sauer bin, sondern weil es mich einfach traurig macht. Traurig wie es geendet hat. Wer will schon eine perfekte 2.0 Version....Brauche auch niemanden der mir finanziell was bietet. Gehe selber arbeiten und verdiene Geld. Wichtiger ist doch, dass er sich endlich selber hilft. Sich um sein Leben kümmert. Alles verkackte gerade biegen. Kann und würde ihm nicht alles abnehmen, aber ihn unterstützen wenn er das möchte. Mein Opa ist verstorben. Das ist sehr schwer für mich da ich ihn noch gepflegt habe. Gebadet, angezogen, usw. Nun habe ich sein Haus geerbt und verbringe im Moment viele freie Minuten um es bewohnbar zu machen. Nehme mir aber auch Auszeiten, dass meine Tochter nicht zu kurz kommt. Multitasking quasi. Nur manchmal wünschte ich mir echt, man müsste nicht alles alleine machen. Schaffe ich aber auch wenns halt nicht anders geht. Ein anderer Partner kommt für mich nicht in Frage. Würde mich doch nur selbst belügen wenn ich ihn im Herzen habe und mich auf jemand anderen einlassen würde. Zumindest ist es im Moment so. Ich bin ein Herzmensch, man muss keine Angst haben mit mir zu reden. Was er an dieser Stelle braucht von mir?: Verständnis. Habe ihm längst verziehen. Wir alle sind Menschen und machen Fehler. Ich würde mich freuen wenn er einfach auftauchen würde (obwohl ich nicht mehr daran glaube) Ob man dann gemeinsam in eine Richtung blicken kann, wird sich herausstellen. Es ist auch ok, wenn er einen anderen Weg wählt. Er soll einfach frei sein und Dinge tun weil er will, nicht weil er muss. Immer....